Kurzbeschreibung

Ein Stern, der nicht leuchten konnte

Autor: Klaus Schäfer

Seiten: 128
Verlag: Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: Januar 2005
ISBN: -13: 978-3451055102

Beschreibung:

Der vorliegende Band ist ein einfühlsamer und gleichzeitig sehr praxisnaher Begleiter für verwaiste Eltern und damit auch für alle Berufsgruppen, die Eltern in dieser Situation betreuen. Verfasst wurde er von dem Krankenhausseelsorger und Pallotinerpater Klaus Schäfer, der dafür in mehrjähriger Recherche die Erfahrungen und Aussagen von über 200 betroffenen Frauen zusammentrug und auswertete. Dabei ist ein Buch entstanden, das auf die emotionalen, praktischen wie auch rechtlichen Aspekte eingeht, die sowohl unmittelbar nach dem Tode eines bei oder nach der Gebrut verstorbenen Kindes wie auch in der Zeit der Trauerbewältigung wichtig sind. So wird beispielsweise auch auf die Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme hingewiesen und Rituale für die Beerdigung werden vorgestellt. Auch die mit einer Abtreibung verbundenen Trauer wird angesprochen; Schuldgefühle und Umgang mit tatsächlicher Schuld werden in psychologisch fundierter Weise behandelt. Das Buch vermittelt die Botschaft, wie wichtig ein bewusstes und individuell gestaltetes Durchleben der Trauerzeit ist. Damit ist es auch eine hilfreiche und lohnenswerte Lektüre für Hebammen, die Eltern nach dem Tod ihres Kindes gegleiten.

"Als verwaiste Mutter empfinde ich dieses Buch als sehr, sehr hilfreich, weil es sehr einfühlsam geschrieben ist. Die Worte von Klaus Schäfer sprechen mir aus der Seele, ich fühle mich während der Lektüre sehr verstanden und aufgehoben. Gerade für die ersten Wochen nach dem frühen Tod des eigenen Kindes ist dieses Buch genau richtig vom Inhalt und Umfang und - wie ich finde - auch von der Art der Sprache. Von der ersten Seite bis zur letzten Seite habe ich Formulierungen gefunden, die meine persönlichen Gefühle in dieser Situation exakt ausdrücken. Dies liegt v. a. daran, dass der Autor sich sehr genau mit der Gefühlswelt der verwaisten Mütter auseinander gesetzt hat und diese Empfindungen und Wahrnehmungen in seinem Buch ausdrückt. Schon auf der ersten Seite der Einführung wird die betroffene Mutter (oder auch der Vater) dort "abgeholt", wo sie sich gerade befindet: im Gefühlschaos. Siehe hierzu: "Betroffene fühlen sich wie in einem freien Fall, der nicht endet, wie in einem schlechten Traum, aus dem man nur aufwachen müsste ..." Von hier an kann die Reise gemeinsam fortgesetzt werden. Sehr hilfreich dabei sind die Zitate der betroffenen Mütter. Es tut gut zu sehen, dass andere Frauen diesen Prozess auch durchlebt haben. Der wertvollste Beitrag dieses Buches ist das Gefühl, verstanden zu sein. Etwas, was die Umwelt in dieser Situation oft nicht vermitteln kann." (Kundenrezension von Amazon)