Kurzbeschreibung

Du bist tot - ich lebe

Autor: Bundesverband verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

Seiten: 163
Verlag: Books on Demand GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
ISBN: -13: 978-3831148035

Beschreibung:

In diesem sehr bewegenden und auch hilfreichen Buch hat die Trauerbegleiterin und Therapeutin Gabriele Knöll Erfahrungsberichte von trauernden Geschwistern und Eltern einander gegenüber gestellt. Durch die Trauer um das verstorbene Kind, den verstorbenen Bruder, die verstorbene Schwester leidet häufig die Beziehung zwischen Eltern und Kindern, beide Seiten fühlen sich oft nicht verstanden und sind unsicher, wie sie ihre Trauer leben können und dürfen. Das Besondere an diesem Buch ist u. a., dass trauernde Eltern und Geschwister jeweils über die Erlebensweise und die Erfahrungswelt des anderen erfahren. So kann vielleicht auch eine Voraussetzung geschaffen werden für ein besseres Verständnis von Eltern und Kindern. Lesend kann sich jeder und jede der eigenen Position vergewissern, sei es durch Identifikation oder Abgrenzung. In zwei Kapiteln werden auch Beispiele von Hilfsangeboten für trauernde Geschwister vorgestellt. Expertenmeinungen runden die Texte ab. Dies ist ein Buch für trauernde Geschwister, deren Eltern und für alle, die trauernden Familien begegnen und sie begleiten möchten.

"In diesem Buch kann man viele verschiedene Erfahrungsberichte lesen, die aus der Sicht der Geschwister (unterschiedlichsten Alters) geschrieben sind. Die beschriebenen Umstände sind so vielfältig, dass sicherlich nahezu jeder eine Parallele zu seiner eigenen Geschichte finden kann (Tod durch Krankheit, Unfall und sogar auch Selbstmord) Danach folgt ein Kapitel mit Erfahrungsberichten aus Elternsicht, die einem verständlicher machen, warum Eltern in bestimmter Weise handeln, oder auch nicht handeln. Zudem gibt es ein Kapitel in dem trauernde Geschwiter direkt angesprochen sind. Es sei okay diese Dinge zu tun (weinen etc.), jene Dinge sollte man aber lassen (Drogen etc.), nur Mut - Als Betroffene finde ich dieses Kapitel etwas platt und theoretisch, wobei dies auch nur ein allgemeingültiger Wegweiser sein soll, was individuelle Begleitung nie ersetzen kann und sollte. In den folgenden Kapiteln sind die verschiedenen Helfersysteme um das Kind angesprochen, mit durchaus nützlichen Tipps. Ich finde die Mischung des Buches ehrlichgesagt etwas gewagt. Mich stört, dass es alle (Betroffene, Eltern, Helfer etc.) gleichzeitig anspricht. So wird es zu einem Buch, dass man einem unmittelbar betroffenen Kind oder Jugendlichen nicht geben kann. Es eignet sich eher für erwachsen gewordene Geschister, die rückblickend aufarbeiten wollen, was damals passierte. Die Erfahrungsberichte sind wirklich gut, wer danach sucht, kann sich das Buch getrost kaufen, sie nehmen etwa die Hälfte des Buches ein. Sehr schön ist das Buch für Menschen, die Kinder in ihrer Trauer begleiten wollen. Es hilft, das Kind zu verstehen und die Situation aus den Augen des Kindes heraus zu betrachten." (Kundenrezension von Amazon)